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Klimaschonende und effiziente Erzeugung von Wärme und Strom
In herkömmlichen Kraftwerken erreicht die Stromerzeugung Wirkungsgrade von nur ca. 40 %. Fast zwei Drittel der eingesetzten Energie werden somit als Abwärme ungenutzt an die Umwelt abgegeben. Blockheizkraftwerke (BHKW) nutzen die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme und erzielen so Wirkungsgrade von über 90%.
Der Primärenergieverbrauch wird um deutlich über 30 % verringert und die CO2-Emissionen um bis zu einem Drittel. Blockheizkraftwerke sind somit eine wirkungsvolle Möglichkeit, um die fossilen Energievorräte und unser Klima zu schonen.
Das neue Blockheizkraftwerk im Zoo Vivarium befindet sich neben der Heizzentrale der Aquarienhalle. Es ist in einer Betonzelle von 3 x 2,50 Metern installiert und mit der Heizung der Aquarienhalle gekoppelt. Das BHKW wandelt die eingesetzte Energiemenge in Form des Kraftstoffs Erdgas bzw. Flüssiggas durch die motorische Verbrennung in Wärme und Elektrizität um. Die anfallende Wärmemenge wird vollständig an das angebundene Heizungssystem der Aquarienhalle abgegeben sowie an die angeschlossenen Gebäude Aquarienhalle, Riesenschildkrötenhaus, Verwaltung, Werkstatt und Tropenhaus. Im BHKW wird keine Nutzwärme über einen Notkühler oder sonstige technische Vorrichtungen abgeführt. Der höhere Gesamtnutzungsgrad gegenüber der herkömmlichen Kombination von lokaler Heizung und zentralem Kraftwerk resultiert daraus, dass die Abwärme der Stromerzeugung direkt am Ort der Entstehung genutzt wird.
Der Wärmebedarf im Zoo Vivarium liegt im Winter stündlich bei insgesamt etwa 150 KW. Das BHKW erzielt pro Stunde eine Energie von 20 KW. Um aber alle angeschlossenen Gebäude zu heizen, ist es notwendig, im Winter die Heizzentrale der Aquarienhalle mit zu nutzen. In den Sommermonaten hingegen benötigt nur die Aquarienhalle Wärme. Hierfür reicht die alleinige Versorgung durch das BHKW aus, so dass die Heizung der Aquarienhalle den Sommer über abgeschaltet wird. Durch die Stromersparnis wird sich das BHKW im Zoo Vivarium nach ca. acht Jahren amortisieren.
Der Wirkungsgrad der Stromerzeugung liegt im BHKW des Zoo Vivarium bei 88,2 %. Unter Voraussetzung einer optimalen Betriebsweise ist der Nutzungsgrad maximal 3-5 % geringer als der jeweils angegebene Wirkungsgrad. Durch die ortsnahe Nutzung der Abwärme liegt der Gesamtjahresnutzungsgrad im BHKW bei ca. 88 %. Das BHKW spart so im Zoo Vivarium bis zu 20 % Primärenergie ein.
Das Projekt BHKW Zoo Vivarium entstand aus Überlegungen des Agenda-Büros im Jahr 2009. Gemeinsam mit der HSE Technik und der TU Darmstadt wurden damals Ideen zu einer zukunftsorientierten Energieversorgung des Zoo Vivarium zusammengetragen.
Die Finanzierung des neuen BHKW erfolgte dann aus den Mitteln des Investitionsprogramms Klimaschutz, genehmigt durch die Stadtverordnetenversammlung im September 2009.
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